Ritualkeramik

Ritualkeramik von Marie Milling mit Ritualschalen, Handschmeichelgöttinen, Nanas, Venus und Rohkakaobechern
Ritualkeramik von Marie Milling mit Ritualschalen, Handschmeichelgöttinen, Nanas, Venus und Rohkakaobechern

Mit Ritualen gestalten wir achtsame Momente. Geben Schwellengängen, Jahresmomenten und dem Gemeinsamen Raum und unterstützen deren Bedeutung.

Dafür suchen wir oft, für uns besondere Orte auf und nutzen verschiedenen Schmuck, verschiedene Speisen, aber auch Gegenstände, die speziell für diese Rituale geschaffen wurden oder stellen während des Rituals Dinge her, die später einen Anker für unser Ritual bilden, quasi die Erinnerung daran lebendig erhalten.

Für mich folgt das Herstellen von Ritualkeramik bereits einem beständigen Ritual, das mich Achtsamkeit und Demut gegenüber dem Ton lehrt. Nur mit liebevollem Spüren, Konzentration und genügend Zeit gelingen die kleinen Kunstwerke.

So stelle ich von Hand und im mehrtägigen Prozess Rohkakaobecher, Ritualschalen und Handschmeichelgöttinnen, sowie Ankerobjekte her. Sie werden alle mit geschlossener Form oder aus der Daumenschale geformt. Daher ist jedes Stück einzigartig.

Bei vielen meiner Werkstücke kommt dann noch der Rauchbrand dazu. Ein archaisches Ritual, bei dem man zwar bestimmt was mit dem Werkstück passiert, aber nie weiß wie seine Patina hinterher aussehen wird. Die Keramikscherben werden der Glut übergeben und liegen eine Nacht im Freien umgeben vom Rauch. Das macht später ihr einzigartiges Aussehen aus.